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Glaubenssätze

Glaubenssätze.

Schon wieder so etwas „esoterisch“ klingendes - Glaubenssätze. Was ist damit gemeint? „Du musst nur stark genug daran glauben, dann schaffst du es!“?

 

Nein.

 

Glaubenssätze sind meinem Verständnis nach Ansichten und Meinungen, die unseren Alltag bestimmen. Man agiert so, wie man es gelernt (bekommen) hat. Das wiederum bestimmt, was man WAHRNIMMT, was man SIEHT und was man SAGT.

 

Beispiele gefällig?

 

„Ich bin total untalentiert.“

„Ich hab nie Glück.“

„Ich hab immer zu wenig Geld bzw. die anderen haben immer mehr Geld als ich.“

„Ich nehme so leicht zu.“

„Das Leben ist ungerecht.“

„Ich kann das nicht.“

„Die Welt ist schrecklich.“

„Ich werde meine Probleme nie los.“

„Ich gerate immer an dieselben Typen/Typinnen.“

 

Innere Monologe in bestimmten Situationen geben auch Aufschluss:

 

„Ich bin so ein Trottel.“

„War eh klar, dass das nichts wird.“

„Immer passiert das mir.“

„Ich kann das einfach nicht.“

 

Diese Aussagen und Meinungen über sich und das Leben sind wie Filter - und sie filtern prächtig! Erlebnisse werden gar nicht erst neu erfahren und bewertet, sie werden schon im Vorfeld beurteilt und festgelegt. Selbsterfüllende Prophezeiungen. Ich SEHE, HÖRE und SAGE das, wie ich es gewohnt bin.

Ist das sinnvoll? Manch sagen ja - zum Selbstschutz, zum Beispiel. Oder um sich Enttäuschungen zu ersparen.

 

Angenommen ein Lehrer würde einen Test so beurteilen: „Der Maxi hat beim letzten Test einen Fetzen geschrieben, drum les ich mir seinen Test gar nicht erst durch und geb ihm gleich wieder einen Fetzen.“ - Sinnvoll? Schützt das den Maxi? Erspart ihm das eine Enttäuschung?

Sind wir selbst nicht so wie dieser Lehrer zum Maxi?

 

Ich bin kein Fan vom „Wünschen“ und sich Dinge „einreden“ - denn das macht einen abhängig von irgendeiner ungreifbaren "Höheren Macht". Ich bin dafür, die Scheuklappen abzulegen und sich das Leben neu anzuschauen. Und das geht nur, wenn man mal diese Meinungen, Ansichten und Vorurteile ablegt und sich das Leben aus einem neuen Blickwinkel anschaut - frei von diesen einengenden „Leitplanken“.

 

Und meistens sieht man plötzlich Dinge, die man sich nicht mal zu wünschen gewagt hätte.